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EXPOHEALTH Symposium in Mainz: Wie Verkehrslärm, Luftverschmutzung und Hitze unsere Gesundheit beeinflussen

Jährlich sterben weltweit etwa 9 Millionen Menschen an den Folgen chemischer Umweltverschmutzung, darunter rund 6,5 Millionen durch Luftschadstoffe. Zusätzlich gehen etwa 1,6 Millionen gesunde Lebensjahre durch nächtliche Lärmbelastung verloren. Umweltstressoren wie Verkehrslärm, Luftverschmutzung und klimawandelbedingte Hitzeperioden nehmen weiter zu, während demografische und soziale Entwicklungen besonders vulnerable Gruppen zusätzlich belasten. Die biologischen Mechanismen hinter den gesundheitlichen Folgen – etwa neuronale Stressreaktionen durch Lärm, Organschäden durch Nano-Feinstaubpartikel oder die Entstehung von Krebs – sind bislang noch nicht ausreichend erforscht.[1]

An dieser Stelle setzt die translationale und interdisziplinäre Forschung des Potentialbereichs „EXPOHEALTH (EXPOsure-related HEALTH effects)“ an. Expertinnen und Experten der Universitätsmedizin Mainz, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dem Max-Planck-Institut für Chemie Mainz, der Goethe-Universität Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationspartner untersuchen anhand verschiedenster Methoden krankheitsfördernde Auswirkungen der genannten Umweltstressoren. Die Ergebnisse münden in Publikationen und Forschungsanträgen, die dann wiederrum der Beantragung DFG-geförderter Forschungsverbundprojekte mit internationaler Sichtbarkeit dienen sollen.

Am 1. und 2. Juni 2026 fand am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz das EXPOHEALTH Symposium statt. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Austausch aktueller Forschungserkenntnisse zu den Auswirkungen von Umweltstressoren auf die Gesundheit. Prof. Dr. Marianne Müller vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung war mit einem Beitrag vertreten. Am zweiten Veranstaltungstag sprach sie über translationale Modelle für sozialen Stress und Resilienz und brachte eine systembiologische Perspektive in die Diskussion ein.

Unterstützt wurde das Symposium durch die Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz, die Dr. Hans Riegel-Stiftung, das Max-Planck-Institut für Chemie, die Markers of Pollution (MARKOPOLO), die Society for Redox Biology and Medicine sowie die Society for Free Radical Research Europe.

Weitere Informationen zum Potentialbereich “EXPOHEALTH (EXPOsure-related HEALTH effects)” finden Sie hier.

[1] Quelle: https://www.unimedizin-mainz.de/expohealth/uebersicht.html

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