Ausgerechnet Mäuse: Dr. Larglinda Islami über Tierversuche, Mitgefühl und Verantwortung.
Wie lässt sich neurowissenschaftliche Forschung mit Tierliebe und veganer Lebensweise vereinbaren? Mit dieser Frage setzt sich Dr. Larglinda Islami, Postdoktorantin am Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) in Mainz, in einem Beitrag für Science Notes auseinander.
Unter dem Titel „Ausgerechnet Tierversuche“ beschreibt sie den inneren Konflikt zwischen ihrer Wertschätzung für Tiere und ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit Mäusen. In ihrer Forschung untersucht sie posttraumatische Belastungsstörungen, Trauma und Depression sowie neurobiologische und physiologische Mechanismen von Resilienz und Vulnerabilität. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf traumaassoziierten Gedächtnisprozessen.
In ihrem Beitrag schildert Dr. Larglinda Islami offen, warum Tierversuche für bestimmte Forschungsfragen weiterhin eine Rolle spielen, welche Verantwortung damit verbunden ist und wie wichtig Sorgfalt, Transparenz und eine fundierte Ausbildung im Umgang mit Versuchstieren sind. Dabei betont sie auch die Bedeutung der sogenannten 3R-Regel: Tierversuche sollen, wo immer möglich, vermieden (replace), reduziert (reduce) und verbessert (refine) werden. Für sie ist dieser Grundsatz nicht nur eine formale Vorgabe, sondern ein persönlicher Maßstab für verantwortungsvolle Forschung.
Der Beitrag macht deutlich, dass wissenschaftliche Arbeit mit Versuchstieren nicht frei von Ambivalenz ist. Gerade dieses Spannungsfeld zwischen Mitgefühl, Verantwortung und Erkenntnisinteresse prägt für Dr. Larglinda Islami einen besonders gewissenhaften Umgang mit den Tieren und der eigenen Forschung.
Lesen sie hier den gesamten Beitrag.
Fotografin: Evelyn Dragan